Ciacinto Scelsi

Giacinto Scelsi, geboren am 8. Januar 1905 in La Spezia, war ein italienischer Komponist und Dichter, der zeitlebens von einem geheimnisvollen Nimbus umgeben war. Als Adelssohn inszenierte er sich selbst als Medium, das göttliche Eingebungen in nächtlichen Tonbandimprovisationen festhielt. Sein Werk, das sich jeder zeitgenössischen Strömung entzog, ist eigenwillig und einzigartig. Scelsi schuf Kompositionen, die nicht nur musikalisch, sondern auch poetisch tiefgründig sind, wie sein Werk „Okanagon“ (1968) für Tamtam, Harfe und Kontrabass, das er mit dem Untertitel „Der Herzschlag der Erde“ versah. Trotz seiner Außenseiterrolle in der Moderne wurde sein Werk erst spät von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen. Scelsi bleibt bis heute eine faszinierende und rätselhafte Figur der Musikgeschichte.

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